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[Blogparade] Be authentic – Nobody´s perfect

Und schon wieder eine Blogparade! 
So lange gab es keine mehr und nun überhäufe ich euch wieder damit, aber das Thema gefiel mir diesmal einfach so gut, dass ich nicht „Nein“ sagen konnte.
Simone vom Blog Coco & Simone haben diesmal zur Blogparade aufgerufen und das Thema heißt:

 

Be authentic!

 

 

Auf vielen Blogs und Facebook- oder Instagram-Accounts sieht man immer nur das positive, alles was toll läuft und schaut durch die Rosa-Rote-Brille. Einige und auch ich selbst werden sich dabei bestimmt manchmal fragen, wieso es bei einem selbst denn nicht immer so schön und perfekt klappt. Aber mal ehrlich, wer ist schon perfekt?


Ich glaube behaupten zu können, dass niemand gerne über die Dinge spricht die eben nicht so gut funktionieren, aber hinter jedem noch so rosa-roten Instagram-Account oder Blog steckt am Ende nichts anderes als ein Mensch und in einigen Fällen noch ein Tier.
Nichts läuft immer perfekt und ganz ehrlich? Das ist auch gut so! Wie langweilig wäre es denn, wenn immer alles glatt laufen würde?
Jeder macht Fehler und vor allem in der Zusammenarbeit mit Hunden oder Pferden ist es gar nicht zu vermeiden, dass es mal nicht so gut läuft.
Aber wer möchte schon die schlechten Momente im Internet teilen, wo sie jeder sehen kann?
Auf der einen Seite verstehe ich dieses Verhalten total und ehrlich gesagt mache ich es selbst ja auch nicht wirklich anders, ich möchte euch schließlich auch nicht erzählen, dass Duke schon wieder abgehauen ist und fast vom Auto überfahren wurde, oder das Luke beim Hufe auskratzen rumgezickt hat. Es sind einfach Dinge die man selbst nicht gerne preisgibt, ich glaube einfach weil man selbst auch nur das positive sehen möchte und die negativen Erlebnisse etwas verdrängt. Aber sind es nicht eigentlich genau solche Vorkommnisse, die auch für die Leser viel interessanter sind? Probleme und wie man diese im Bestfall auch noch lösen kann helfen doch euch als Leser und auch dem Blogger dahinter, man kann sich Tipps holen und an genau diesen Schwachstellen arbeiten!

Also starten wir jetzt, nehmen die Rosa-Rote-Brille ab und wollen zu euch mal und gar nicht perfekt sein, sondern einfach nur mal Tacheles reden:

Duke – so perfekt unperfekt

Ja, ich gebe zu mit Duke haben wir ab und an mal unsere Problemchen. Das größte Problem bei Duke ist der Rückruf. Nicht, dass er nicht funktionieren würde, er funktioniert wirklich toll – bis dann irgendwas interessanteres kommt als ich, oder ein Leckerchen.  „Ein Leckerchen kann ich mir auch später holen, ich verfolge lieber erstmal die Spur. Hier war ein anderer Hund! Ich kann ihn riechen und ich werde ihn finden. Tschüss Frauchen, ich komme dann später wieder. Oh Moment? Hab ich da gerade ein Reh gesehen? Tschüüüüüss ich bin dann mal eben kurz weg, man sieht sich!“ Duke ist zwar jedes Mal wieder zu uns zurück gekommen, aber schön ist das definitiv nicht. Am Anfang bin ich noch immer rufend hinterhergerannt – natürlich vergebens. Ich weiß man sieht es ihm nicht an aber er ist wirklich! schnell, gepaart mit meiner Unsportlichkeit habe ich keine Chance. Seit dem läuft er nur noch an der Schleppleine, da klappt der Rückruf auch bei Rehen und Hunden, der ist ja nicht doof und weiß ziemlich genau, dass er an einer Leine hängt. Aber auch jetzt im Urlaub am Strand hat er auch ohne Schleppleine toll gehört. Ich traue dem Frieden trotzdem nicht, hier bleibt er erstmal weiterhin an der Schleppleine. Gestern ist er erst wieder aus unserem Garten ausgebüxt. Wie? Keine Ahnung! Eigentlich kommen die Hunde hier wirklich nicht raus. Eigentlich… Glücklicherweise wurde er unversehrt von einer netten Dame zurück gebracht, trotzdem knappe Sache, denn Duke hätte fast ein Auto geküsst. Wie wir das in den Griff kriegen? Keine Ahnung! Erstmal muss wohl die Stelle gefunden werden, an der er ausgebüxt ist!

Johnny – Nobody´s perfect

Hach der kleine Johnny, wenn er nicht so süß wär‘ würde ich ihm seine ignorante Art manchmal bestimmt echt übel nehmen – aber ihr seht schon mit Konsequenz hab ich es in der Hundeerziehung manchmal wirklich nicht. Der Hundeblick bringt einem aber auch echt zum dahinschmelzen. Johnny ist kein bisschen perfekt, wir vermuten sogar, dass er ein bisschen taub ist. Vielleicht auf einem Ohr? Oder vielleicht auch gar nicht. Wir haben es nie testen lassen, aber in manchen Situationen ist es schon wirklich lustig. Stellt euch vor ihr geht mit euren Hunden im Wald spazieren, ein schöner gerader Waldweg, die Sonne glitzert durch die Bäume und dein Hund läuft etwas voraus. Du rufst deinen Hund und er dreht sich zu dir um, schließlich soll er zu dir kommen. Aber was wenn dich der Hund in dem Moment nicht mehr sieht? (Zur Verdeutlichung wir reden hier nicht von hundert Meter großer Entfernung – 20Meter kommen ganz gut hin)
Panisch dreht Johnny sich im Kreis und sucht den Ort an dem doch eben noch das Frauchen gestanden hat. Rufend und Winkend stehe ich dann dort auf diesem Waldweg und es dauert eine Weile bis Johnny das Winken erkennt und dann flitzt er los! Biegen wir mal ab, ohne dass er es sieht muss gleich wieder umgedreht werden, um die Kurve findet er uns nämlich wirklich nicht wieder!
Als wäre das nicht genug ist Johnny auch noch ziemlich ignorant. Manchmal  will er einfach nicht hören (vielleicht hört er uns ja wirklich nicht?), das „witzige“ daran ist, dass es ihm dann immer selbst zum Verhängnis wird, weil er uns dann ja wieder suchen muss, oder wir ihn wenn er in die falsche Richtung auf die Suche geht 😀

Diego – Life does not have to be perfect to be wonderful

Mein Diego, ebenfalls nicht perfekt, aber trotzdem wundervoll. Diego hat seinen eigenen Kopf, seine Macken und seine Tücken, obwohl ich ehrlich gestehen muss: Für mich ist er wohl das unkomplizierteste Pferd auf der ganzen Welt. Für andere ist er das nicht gerade. Diego lässt sich nicht gut von anderen reiten. Kinder sind okay, er liebt Kinder und passt so wundervoll auf sie auf. Nicht-Reiter sind auch okay, aber Menschen die reiten können findet er doof. Macht man Druck, weil etwas nicht funktioniert – z.B. Diego möchte heute nicht auf den Anhänger, macht er dicht. Undzwar richtig. Damals wollte der Stallbesitzer ihn verladen, wir wollten aufs Turnier. Diego aber nicht. Longen, Gerten, Besen und was es alles gibt. Diego hat „Nö“ gesagt. Als Dank an den Stallbesitzer hat er ihn noch über den ganzen Hof geschliffen und ihn die Hände aufgerissen. Ich glaube ich war grad 10 oder 11 und hab geweint, weil sie mein Pony gehauen haben. (Es war nicht doll, so wie ein Klaps mit der Gerte beim reiten, aber ich war eben noch klein :D) Also bin ich tränenüberströmt zu meinem entlaufenen Pferd gewatschelt und bin mit ihm auf den Anhänger gelaufen. Einfach so, am lockeren Strick und alles war gut.
Es gibt unzählige solcher Geschichten mit Diego und keine davon ist auch nur ansatzweise perfekt, die Erinnerungen an diese Zeit hingegen sind es trotzdem. Egal wie blöd etwas läuft und egal wie viel Mist unsere Liebsten manchmal veranstalten – für mich sind sie einfach Perfekt!
Diese kleinen Macken und Eigenarten machen uns doch erst zu dem wer wir sind. Sie gehören zu unserem Charakter und genau dafür werden wir – oder eben auch unsere Vierbeiner – doch so sehr geliebt. „Normal“ will ich gar nicht sein, aber was heißt schon normal?
Wir sind perfekt so wie wir sind mit unseren Ecken und Kanten, jeder einzelne von uns! Wir müssen nur denjenigen finden, der genau das an uns auch zu schätzen weiß!
Liebe Grüße von Eva 
& der handvoll Hufeisen
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