Turniersport

Muffin on Tour – Turnierbericht Langenbrügge

Muffin und ich waren am Wochenende zusammen auf unserem zweiten Turnier. Diesmal ging es für uns nach Langenbrügge auf den Hof Schütze. Wir wollten eigentlich nur am Samstag eine Ranch Riding und eine Horsemanship reiten, leider wurde die Ranch Riding dann auf Freitag verlegt und wir hätten zwei Tage losfahren müssen. Also habe ich seit Montag versucht für Freitag auch noch die Pleasure nachzunennen, damit es sich wenigstens lohnt 1 1/2 Stunden Fahrt auf sich zunehmen. Ich rief also sowohl Montag und Mittwoch dort an, um die Prüfung nachzunennen, leider wurde mir immer nur gesagt, dass man sich dann bei mir melden würde. Wie zu erwarten passierte das natürlich nicht und ich rief am Freitag bei Öffnung der Meldestelle nochmal an. Anstatt, dass ich einach telefonisch hätte nachnennen können sollte ich eine Stunde vor der Pleasure dort sein. 

 

Soweit so gut – dachte ich zumindest. Wir fahren also los und schon nach kurzer Zeit war uns klar, dass wir niemals pünktlich kommen würden, weil gefühlt der ganze Weg dorthin gesperrt war und wir nur durch kleine „Kuhdörfer“fahren konnten. So kamen wir dann 10 min später als geplant am Turnierplatz an. An der Meldestelle wurde mir dann erzählt, dass ich 1 1/2 Stunden früher hätte dasein müssen, um die Pleasure noch nachnennen zu können. 
Ihr könnt euch vorstellen, dass ich fast geplatzt bin, jeder erzählt etwas anderes und funktionieren tut dann am Ende gar nichts. Ich habe mich in diesem Moment ziemlich verarscht gefühlt und als ich dann bei der Pleasure zugesehen habe ritten dort DREI Leute. Da habe ich mich auch einfach nur gefragt, warum Sie sich nicht freuen noch einen Reiter mehr zu haben, vor allem weil in der Pleasure ja sowieso alle zusammen auf dem Platz sind. Aber gut, ändern kann ich es ja eh nicht!

 


Für die Ranch Riding war ich ja jetzt viel zu früh, sie sollte erst ungefähr gegen 19.00 Uhr beginnen. Das schönste war noch, dass das Wetter uns ebenfalls einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, es hat den ganzen Tag geregnet. Um 18.15 habe ich angefangen Muffin langsam fertig zu machen und uns auf die Prüfung vorzubereiten. Der Abreiteplatz war leider durch den Dauerregen auch nicht mehr der Knaller, sodass für Muffin das Abreiten zur Hölle wurde – er hasst Matsch und lief dementsprechend auch nicht gerade toll. Der Prüfungsplatz war aber von den Bodenverhältnissen wirklich in Ordnung. 

So gegen 20.00 Uhr begann dann meine Prüfung – endlich – ich bin schon viel zu lange abgeritten, selbst wenn Ich nur viel Schritt geritten bin war es einfach eine lange Zeit. Ich war nass bis auf die Haut und mir war wirklich arschkalt, aber ich bin natürlich trotzdem in die Prüfung. 
 
 

Die Prüfung war nun auch nicht der Knaller. Ehrlich gesagt die wohl schlechteste Prüfung die ich jemals geritten bin. Er wollte nicht über die Stangen gehen und hat einen kleinen Aufstand gemacht, angaloppieren wollte er dann auch erst nicht, aber ich habe es einfach auf das schlechte Wetter, das dämmrige Licht und den Wind bzw. Kälte geschoben, außerdem war das ja auch erst sein zweites Turnier überhaupt und alle Pferde dort schienen irgendwie etwas von der Rolle. Also bin ich trotzdem sehr stolz auf ihn, wie er das gemeistert hat, denn im Gegensatz zu vielen anderen Pferden hat Muffin sich wirklich fabelhaft benommen. Aus der Prüfung raus meinte ich nur zu Mama „Wir können fahren, platziert bin ich sowieso nicht mit dieser Runde!“, aber damit hatte ich Unrecht! Wir sind trotz großer Patzer noch auf dem dritten Platz gelandet und ich bin wirklich ganz ganz stolz auf Muffin, hoffentlich werden wir dieses Jahr noch das ein oder andere Turnier finden und haben vielleicht mehr Glück als hier! 

Zu alles Überfluss sind wir dann auch nicht mehr ohne Trecker vom Turnier weg gekommen und mussten rausgezogen werden, so gegen 23.00 Uhr haben wir unser Zuhause erreicht, sodass wir uns dann dafür entschieden haben am Samstag nicht mehr zu fahren.

 

 

Bei schönen Wetter wäre das Turnier sicherlich nicht ein solch großer Reinfall geworden, aber trotzdem glaube ich, dass es für mich das erste und letzte Mal dort war. Es waren zwar alle sehr nett, freundlich und hilfsbereit, dennoch habe ich mich mit meiner geplatzten Nachnennung sehr hintergangen und verarscht gefühlt. 
Nichtsdestotrotz haben wir reichlich an Erfahrung gewonnen und das ist wie immer die Hauptsache, ich bin natürlich auch stolz auf Muffin, denn es war sein zweites Turnier überhaupt und er war deutlich entspannter als viele andere Pferde! 

Das Video unseres miesen Rittes lade ich euch im Laufe der nächsten Tage auf unserem Facebook- und Instagramaccount hoch, ihr könnt euch dann unsere Niederlage „live“ ansehen 😀

Eure Eva & Muffin
Previous Post Next Post

Leave a comment

Leave a Reply