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Tierisches DIY

    Hundeleben Tierisches DIY

    [DIY] Zugstopp-Halsband aus Tau ganz einfach selber machen!

    Und hier ist schon das nächste tierische DIY von uns:
    In meinem letzten DIY-Tutorial habe ich dir bereits gezeigt, wie du ganz einfach ein Halsband und eine Leine aus Tau selber machen kannst. Falls du dieses kostenlose Tutorial noch nicht kennst, kannst du es dir hier noch mal ansehen. Dort erzähle ich dir auch, wo ich meine Materialien bestellt habe und was ich genau verwendet habe.



    Da du ja jetzt hoffentlich schon etwas aus unserem ersten Tutorial Bescheid weißt, geht es auch schon mit dieser Anleitung los:
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    Hundeleben Tierisches DIY

    [DIY] Anleitung für eine individuelle Hundeleine und ein Hundehalsband aus Tau – so einfach geht’s!

    DIY Hundeleine und Halsband aus Tau

    Du liebäugelst schon länger mit den wunderschönen Halsbändern und Leinen aus Tau, aber sie sind dir
    einfach zu teuer?
    Das Problem kenne ich gut und deswegen lösen wir es heute mit einer einfachen Möglichkeit diese
    wunderschönen Accessoires ganz einfach selbst zu machen!

    Wenn du alles hast kann es auch schon mit der Anleitung losgehen, hier findest du noch eine kurze Checkliste, ob du auch nichts wichtiges vergessen hast und dann folgen noch meine Bezugsquellen:
    1. gedrehtes Tau, PPM-Seil oder Kletterseil
    2. Microcord, Satinband, Leder oder Bäckergarn zum Takeln
    3. reißfestes Garn zum vernähen
    4. Feuerzeug
    5. Schere
    6. Scherenkarabiner und Rundringe
    7. eine Nadel
    8. Wäscheklammern

    Das PP-Seil habe ich im Internet beim Schnurhaus für 11,55€ bestellt. Auf anderen Seiten geht das sicherlich günstiger, aber  ich war ein totaler Fan dieser Farbe – die natürlich im Gegensatz zu anderen deutlich teurer war (1,65€ pro Meter anstatt 0,70€ bei anderen Farben). Ich habe mich bewusst für das PP-Seil entschieden, weil es im Gegensatz zu anderen Schnüren besonders wetterfest, formstabil und langlebig ist. Außerdem kann es problemlos bei 30Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Die 8mm sind mir persönlich aber immer noch etwas zu schmal, sodass ich bei den nächsten Leinen und Halsbändern wohl noch eine etwas dickere Stärke ausprobieren werde, das waren nämlich keinesfalls die letzten.

     

    Die Scherenkarabiner und Rundringe habe ich online bei Thal-Versand in 10er-Packs für insgesamt 12,48€. Du kannst aber natürlich auch alle anderen Karabiner verwenden, ich persönlich finde diesen aber einfach am schönsten für Halsband und Leine. Außerdem gibt es bei Thal-Versand noch kleine Anhänger für deine Fellnase und dort konnte ich nicht widerstehen und habe noch zwei Glitzerknochen bestellt. Je Anhänger habe ich 2,19€ bezahlt.

    Und dann fehlt noch das Garn. Ich habe lange nach einem Shop gesucht, der schönes Garn vertreibt, bis ich auf den Onlineshop von Garn & Mehr gekommen bin. Dort kannst du das Bäckergarn für 5,90€-7,90€ bestellen und zwischen wunderschönen Farben auswählen. Ich habe mich für hellblau und Gold entschieden und als das Päckchen Zuhause ankam war ich total begeistert. Zu dem goldenen Garn muss ich sagen, so schön es auch aussieht, es war deutlich schwerer zu verarbeiten als das hellblaue, weil es durch die Metallic-Fäden sehr schnell kräuselig wurde und aufgegangen ist. Das war mir definitiv zu große Fummelarbeit.

    Anstatt dem Bäckergarn könnt ihr aber auch Takelgarn benutzen, das ist ähnlich wie das PP-Seil  stabiler und langlebiger und wird wahrscheinlich bei meinen nächsten Versuchen zum Einsatz kommen. Hier seht ihr mal ein paar verschiedene Takelmaterialien.

    Micro-Cord, Paracord (hier in Typ3 also eine relativ breite Stärke), Bäckergarn und Lederband

    Bedenke aber auch bitte immer die Versandkosten! Auf einigen Seiten sind diese teurer, als das was du eigentlich kaufen willst, also tue dich am Besten mit mehreren Leuten zusammen und teilt euch die Versandkosten.

    Und dann geht es auch schon los und wir beginnen mit der Leine:

    Schritt 1 – Tau zuschneiden und vernähen

    Zuerst muss das Tau auf eine Länge von 2,50m gekürzt werden, um dann eine Leine von ca. 2m zu erhalten – das kannst du natürlich individuell variieren und somit eine längere oder kürzere Leine machen. Dann müssen die Enden mit dem Feuerzeug ordentlich abgeflammt werden, damit das Tau nicht an den Enden kaputt geht. Dann fädelst du einen Karabiner an ein Ende und klappst das Tau nach knapp 9-10 cm um.

    Nun kommt das reißfeste! Garn und die Nadel zum Einsatz, denn direkt unter dem Karabiner stichst du einmal durch das doppelt gelegte Seil hindurch und verknotest es an einer Stelle, am besten zwischen den beiden Seilen, damit man ihn am Ende unter der Takelung nicht mehr sieht.

    WICHTIG!

    Nun musst du das Tau gut vernähen, bevor du es zusammenklebst, damit es auch größeren Widerständen gewappnet ist. Du stichst also mit deinem Reißfesten Garn durch die beiden Taue und wieder zurück (am besten machst du das so lange, bis du kaum noch mit der Nadel hindurch kommst), am Ende verknotest du es wieder gründlich zwischen den beiden Tauen. Das Vernähen muss auch keinesfalls schön aussehen, denn es wird ja am Ende mit der Takelung (dem Umwickelten Garn) verdeckt.

    So sieht dann euer Tau aus, wenn ihr fertig vernäht habt.

    Schritt 2 – Takeln mit Garn

    Falls du mit Garn takeln möchtest, so wie ich bei den blauen Halsbändern empfiehlt es sich das Garn vor dem Takeln einmal durch das Tau zu stecken und das Ende mit etwas Bastelkleber zwischen die beiden Taue zu legen. Falls du nicht mit Garn sondern mit anderen Materialien wie Paracord, Micro-Cord, Leder, Satinband oder oder takeln möchtest brauchst du das nicht zu machen.

     

    Nun kannst Du anfangen das Garn um das Tau zu wickeln. Hierbei ist wichtig, dass Du schön fest wickelst, aber auch nicht zu fest, sodass du das Gewickelte am Ende noch ein bisschen zusammen schieben kannst. Dadurch vermeidest du kleine Lücken im Garn.   Außerdem musst du unbedingt darauf achten, dass ein „T“ mit dem bereits festgeklebten Garn und dem „Wickelgarn“ entsteht, ansonsten wird deine Takelung schief! Zum Abschluss schneidest du das Garn großzügig (ca.30 cm) ab und fädelst es wieder auf die Nadel. Anschließend stichst du von der Außenseite eines Taus in die Mitte und ziehst den Faden durch, damit du dann das Garn einmal herumwickeln kannst. So entsteht dann das Mittelstück des Garns, auf das ich den Anhänger gefädelt habe.Du kannst es aber auch weglassen, wenn dir das nicht so gut gefällt und machst dann einfach mit dem „Abschluss“ in Schritt 3 weiter.

    Schritt 3 – Abschluss

    Um das Garn ordentlich zu verschließen verknotest du nun das Garn unten zwischen den beiden Seilen mit 1-2 Knoten, damit es wirklich fest hält. Die Knoten sieht man am Ende nicht mehr, weil sie direkt zwischen den beiden Seilen liegen. Nun schneidest du das übrige Garn auf ca. 2-3cm ab und steckst es mit der Stecknadel zwischen das Tau und dein Gewickeltes Garn.

    Fertig!
     

    Das machst du dann natürlich an allen Enden so, egal ob du den Karabiner befestigst oder die Handschlaufe machst. Du kannst aber auch eine 2 – 3fach verstellbare Leine ganz einfach machen, indem du an beide Enden einen Karabiner einfädelst und 2-3 Rundringe durch einen einfachen Knoten in der Leine fixierst.  Für Johnny habe ich mich für eine Leine mit Handschlaufe entschieden, Dukes Leine ist dreifach verstellbar.  Hier kannst du einfach schauen, was dir am Besten gefällt.

    Bis jetzt ist es doch gar nicht so schwer oder?

    Das Halsband:

    Schritt 1 – Tau zuschneiden und abflammen

    Zuerst musst du dir überlegen, ob du das Halsband doppelt gelegt haben möchtest oder einfach sowie bei der Leine.  Ich habe mich dazu entschieden die Halsbänder doppelt zu nehmen, damit es nicht am Hals einschneiden kann, wenn der Hund mal zieht. Damit ich aber keine vier Enden anstatt zwei aus dem Halsband gucken habe, habe ich die Enden mit dem Feuerzeug verschmolzen.

    Du misst also den Halsumfang deines Hundes aus und schneidest das Tau auf die benötigte Länge zu. Wichtig ist, dass du nicht den Karabiner und den Ring vergisst, denn sonst ist das Halsband am Ende zu lang.  Hast du das Tau auf die geeignete Länge zugeschnitten nimmst du das Feuerzeug und flammst eines der Enden wie auch schon bei der Leine ab.
    Nichts neues also!
    Das zweite Ende drückst du dann an das noch heiße Ende und flammst nun beide zusammen ab. Nun hast du quasi einen Seil-Ring mit einem Karabiner und einen Rundring (Die darfst du keinesfalls vergessen, sonst wird dein Halsband nix! – also unbedingt vor dem zusammen schmelzen auffädeln!)

                                                               Hier seht ihr die verschweißte Stelle.

    Schritt 2 – vernähen

    Dann wird es wieder einfacher, denn die jetzigen Arbeitsschritte kennst du schon! Du legst den Rundring auf die eine und den Karabiner auf die andere Seite und vernähst beide Enden mit deinem Garn gut miteinander.(natürlich mit dem Reißfesten Garn!) An der Schweißstelle unbedingt noch mal extra ordentlich vernähen, du kannst so oft mit der Nadel durchstechen bis du sie nicht mehr durchbekommst.  Dann umwickelst du Sie wieder mit dem Garn und vernähst es genauso wie bei der Leine!

                                                   Fertig vernäht schaut das dann erstmal so aus.

    Falls du das Halsband so wie ich doppelt genommen hast musst du darauf achten, dass der „Gnubbel“, der durch das zusammenschmelzen entstanden ist nicht direkt am Anfang des Garns sondern eher Mittig liegt und gut mit dem anderen Tau vernäht ist, denn sonst ist die Gefahr größer, dass er mal nachgibt und reißt.

     


    Fertig ist dein neues DIY Hundeoutfit! 

    Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Nachbasteln und würden uns freuen, wenn du uns Fotos von Deinen Werken zeigen würdest!
    Deine Eva mit Johnny & Duke

    Das zweite Set von Johnny und Duke, PP-Tau „Camo“ vom Paracord-Shop, Takelung aus goldenem Bäckergarn von Garn&Mehr und 1,5mm Kunstleder. Rundringe und Scherenkarabiner von Thal Versand.