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Wieso wir eine Weile abtauchen mussten…

Es ist euch sicherlich nicht entgangen, dass wir die letzten Wochen ein wenig untergetaucht sind.
Obwohl ich mir immer vornehme unbedingt ein paar Artikel für euch in petto zu haben & damit nicht zu den Blogs zu gehören, die Ewigkeiten kein Lebenszeichen von sich abgeben, hat das Leben manchmal andere Pläne. Damit ihr nachvollziehen könnt, warum es bei uns in der letzten Zeit so eine Funkstille gab kommt heute die Erklärung.
Ich bin eigentlich der Meinung, dass einige Dinge in der Online-Welt nichts zu suchen haben, allerdings glaube ich, dass ihr eine Erklärung mehr als verdient habt.

Wenn das Leben mal dazwischen funkt

Ich glaube, dieses Problem kennt jeder von uns. Diese Momente in denen einfach etwas unerwartetes passiert und das Leben auf den Kopf stellt. Genau sowetwas geschah bei mir vor knapp drei Monaten. Mein Opa stürzte mit dem Fahrrad und musste danach mehrfach am Kopf operiert werden, ein Teil der Schädeldecke wurde entfernt und die erste Zeit sah es mehr als schlecht für ihn aus. Das größte Problem an der Sache war allerdings, dass meine Großeltern in Magdeburg, also knapp drei Stunden, von uns entfernt wohnen. Meine Oma war jetzt nämlich erstmal auf sich allein gestellt und das war alles andere als gut. Opa regelt nämlich alles, kauft ein, bezahlt Rechnungen und und und.
Das hieß also für uns ab nach Magdeburg und das nicht nur für ein Wochenende, sondern immer dann wenn die Zeit es hergab. Naja, Zeit ist auch so ein Ding, wirklich viel hat man davon ja leider auch nicht. Aber ich habe mir so oft es geht freigenommen und bin dann entweder getrennt oder gemeinsam mit meiner Mama runtergefahren um Oma zu helfen und Opa zu besuchen.

 

Die Ponys sind auch gespannt, was ich zu erzählen habe

Was passiert dann mit Oma?

Das das kein Dauerzustand bleiben konnte ist wahrscheinlich leicht zu erraten. Vieles bei uns Zuhause ist liegengeblieben und gefühlt versuchen wir das noch immer aufzuholen. Aber wie sollte es weitergehen? Opa´s Zustand verbesserte sich langsam, allerdings waren die Chancen auf ein Leben nebst des Bettes eigentlich mehr als ausgeschlossen. Wir brauchten also möglichst schnell eine Lösung für Oma. Vor 10 Jahren redete mein Vater schon davon, dass die Beiden in unsere Nähe ziehen sollten. Eben für genau so einen Vorfall. Die Entscheidung war also getroffen: Oma würde zu uns ziehen!
So weit so schön. Wir haben hier schließlich auch alle Möglichkeiten, denn neben unserem Stall gibt es eine kleine Einliegerwohnung. Perfekt für Oma.
Also gingen die Renovierungsarbeiten los. Noch mehr Arbeit und noch weniger Zeit. Nebenbei dann nochmal ein paar Tage in Magdeburg und ach ja die Jungs und die Ponys wollen auch noch auf ihre Kosten kommen. Glaubt mir, dieses Pendeln und dauerhafte Leben aus dem Koffer ist wirklich nicht meins. Ich fahre super gerne Auto (vorrausgesetzt ich fahre auch selbst) und bin gerne woanders. Aber dieses Hin & Her, dauernd im Stress und nicht wissen wo man anfangen kann hat mir die letzten Monate echt zugesetzt. Dazu kam dann noch der Stress mit Diego und seiner Krankheit (davon habe ich euch hier auch schon mal etwas berichtet) und Duke kam mit seiner Beule auch noch obendrauf – wenn Schei*** dann Richtig, oder?

Und was nun?

Seit gut zwei Wochen ist der Spuk erstmal vorbei. Oma wohnt jetzt bei uns und Opa ist im Pflegeheim. Sobald ein Platz frei wird kommt er auch direkt in ein Pflegeheim bei uns ins Dorf, damit Oma ihn immer besuchen kann. Ich habe also endlich wieder etwas mehr Zeit mich um die Jungs, die Pferde und um euch und den Blog zu kümmern. Allerdings doch nicht mehr ganz so viel wie vorher – mit Oma nebenan kann es doch auch schon ganz schön anstrengend sein! Könnt ihr euch vorstellen wie lange jetzt ein ganz normaler Einkauf dauert? EWIG! Gefühlt muss jedes Produkt aus dem Supermarkt ganz genau unter die Lupe genommen werden und wenn wir am Ende angekommen sind fallen ihr wieder 273617 neue ein die wir vergessen haben einzupacken – die hat sie nur noch einmal im Haus ! Aber so anstrengend Großeltern manchmal auch sein können – ich bin mehr als froh, dass meine Oma jetzt hier ist. Durch die Entfernung habe ich sie nur 2-3 Mal im Jahr gesehen und nun habe ich sie sogar täglich. Sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch wirklich sehr sehr schön.

Wir tauchen wieder auf

Ich hoffe, dass Oma bei uns noch ganz viele tolle Jahre miterleben kann und bin unglaublich glücklich und erleichtert, dass wir es endlich hinter uns haben. Die letzten Monate haben uns doch einiges an Kraft gekostet und die Jungs mussten auch einiges zurückstecken. Dafür gibt es jetzt umso mehr Aufmerksamkeit – auch für euch. Hoffentlich kann ich mein Vorhaben diesmal auch einhalten und ihr müsst nicht mehr so lange auf uns warten. Bitte verzeiht! Es tut mir wirklich unsagbar leid, aber jetzt tauchen wir mit neuer Energie und Enthusiasmus aus unserem Aufgabenmeer wieder auf. Wir sind zurück!

Hoffentlich bis zum nächsten Mal
Deine Eva & die handvoll Hufeisen

 

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