Wir waren schon wieder unterwegs. Muffin und ich haben uns auf den Weg Richtung Turnierplatz zum Westernreitzentrum nach Hüttblek gemacht. Am Samstag Nachmittag erreichten wir den Campingplatz und nach kurzem Anmelden und Aufbauen konnten wir den Abend genießen, bevor es dann am Sonntag „um die Wurst“ ging. Geplant waren Western Pleasure, Horsemanship und Ranch Riding.
Eine kurze Nacht
Nach einer definitiv viel zu kurzen Nacht im Zelt und der morgendliche Ansage um 6Uhr! auf dem Turnierplatz ging es auch relativ schnell aufs Pferd. Zuerst ging es für uns in die Pleasure. Die Prüfung war wieder in zwei Abteilungen und eine Finalrunde unterteilt. Muffin und ich schafften es wieder in die finale Runde. Nach ein paar „Kreisen“ auf dem Platz gingen leider meine Chaps kaputt und flatterten wie wild auf meinen Oberschenkeln. Muffin hat sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen und ich hatte mich nach einem kurzen Lachanfall beim vorbeireiten an meiner Mama auch wieder gefangen – die Prüfung wartet schließlich nicht auf uns! Trotz des kleinen Fauxpas könnten wir die Pleasure wieder für uns entscheiden! Wahnsinn, oder? Ich bin immer wieder aufs Neue von diesem Pferd begeistert und total überwältigt wie er mit seiner neuen Aufgabe klarkommt und sie meistert.
Die Horsemanship
Auf dem Weg von der Abreitehalle ins Vorbereitungsviereck hatte ich irgendwie den totalen Blackout und konnte die aufgestellten Hütchen so gar nicht mit unserer Pattern in Verbindung bringen. Vollständige Verwirrung bei mir also. Schnell jemanden mit dem Pattern-Heft angequatscht und nochmal die Aufgabe durchgegangen fühlte ich mich wieder „sicher“. Das hielt aber irgendwie nicht lange an, denn wir mussten als erstes an den Start. In der Prüfung lief dann Aufgabentechnisch alles glatt, die letzte Lektion war allerdings nicht allzu korrekt geritten und viel zu schnell abgefrühstückt. Das kostete uns dann leider den Sieg in dieser Prüfung und wir wurden mit 0,5 Punkten Rückstand zweiter. Auf jeden Fall ein super Ergebnis!
Es kommt immer anders als man denkt
Die dritte und somit auch letzte Prüfung des Tages war die Ranch Riding. Der Anfang war wirklich toll, im extended Jog habe ich dann aber leider etwas zu viel riskiert und er ist mir kurz angaloppiert. Ansonsten war es aber meiner Meinung nach eine wirklich tolle Runde, aber durch das angaloppieren habe ich eine Platzierung ausgeschlossen und wartete nur noch auf meine Freunde. Umso erstaunter war ich dann natürlich, als ich tatsächlich noch in die Siegerehrung gerufen wurde und ob ihr es mir glaubt oder nicht: Ich hätte wirklich NIE im Leben damit gerechnet, dass wir mit einem so großen Fehler die Prüfung auch noch gewinnen konnten! Manchmal läuft es einfach anders, als man denkt und in dem Fall lief es definitiv deutlich besser als erwartet.
Herzliche Grüße von Eva & der handvoll Hufeisen
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