Turniere Westernreiten

Die Disziplinen im Westernreiten – Was ist die Showmanship at Halter?

Die Showmanship at Halter

Die Showmanship at Halter ist eine geführte Disziplin, das Pferd wird in dieser Prüfung an der Hand vorgestellt. Wie in nahezu jeder Prüfung gibt es eine vorgeschriebene Aufgabe zu absolvieren. Diese nennt sich Pattern und ist mit einer Dressuraufgabe der FN vergleichbar. Allerdings wird das Pferd in dieser Disziplin ausschließlich im Schritt und Trab vorgestellt.

Die Bewertung der Vorstellung

Bewertet werden in der Showmanship das Erscheinungsbild von Pferd und Reiter – sehr zum Leidwesen aller Beteiligten mit weißen oder hellen Pferden, denn hier möchte man nicht einen einzigen kleinen Fleck sehen und die Showmanship ist am Turnierwochenende meist die erste Prüfung des Tages. Hier ist also mehr als nur früh aufstehen angesagt und die eingefleischten Showmanshipper waschen, putzen und lackieren in den frühsten Morgenstunden. Neben dem Erscheinungsbild ist die korrekte Ausführung der Pattern der wichtigste Bestandteil der Bewertung. Die genaue Linienführung und Punktgenauigkeit der Manöver und natürlich auch die Ausführung der Manöver sind hier der Schwerpunkt der Showmanship.

Manöver der Showmanship at Halter

Hauptbestandteile der Showmanship sind natürlich die Gangarten Schritt und Trab. Aber auch Übergänge aus dem Halten in den Schritt oder Trab und das Rückwärtsrichten. Weitere Bestandteile der Showmanship at Halter sind:

Das Set Up

Ein wichtiger Bestandteil dieser Disziplin ist das sogenannte Set Up. Hier wird das Pferd von dem Vorsteller zu Beginn der Prüfung und während des Runs vor den Richtern geschlossen (Also Vorderbeine und Hinterbeine jeweils parallel und gerade nebeneinander) aufgestellt. Sobald der Vorsteller sein Pferd korrekt vor den Richtern aufgestellt hat, wird dem Richter zugenickt. Auf dieses Zeichen hin umrundet der Richter das Pferd und begutachtet und bewertet das Pferd.

Die Drehungen

Auch Drehungen bzw. Spins sind ein fester Bestandteil der Showmanship Pattern. In den meisten Fällen werden Drehungen nach rechts abgefragt, da das Pferd natürlich auf der linken Seite geführt wird.

Das Gesamtbild in der Showmanship

Die Ausrüstung in der SSH

Da Sattel, Zaumzeug und Co. in der Showmanship at Halter wegfallen, bleibt nicht viel, das an Ausrüstung übrig bleibt. Aber dennoch nicht zu unterschätzen: Das Showhalfter! Das Showhalfter ist der wohl wichtigste Ausrüstungsgegenstand dieser Klasse für das man ein ganzes Vermögen ausgeben kann, wenn man das möchte. Von Verzierungen aus echtem Silber bis hin zu echten Swarovski-Steinen ist hier eigentlich alles möglich. Du ahnst also: Das Showhalfter ist ein sehr auffälliges und glänzendes Halfter. Es ist meist aus stabilem Leder und hat Silberplates an den Backenstücken, dem Nasenriemen und dem Genickriemen. Auch die Schnallen sind groß, meist Silber und sehr groß. Passend dazu gehört auch die Kette. In der SSH wird das Pferd ausschließlich an einer Kette vorgestellt, die unter dem Kinn hindurchgeführt wird. Das Ende ist ebenfalls aus Leder und passt farblich logischerweise perfekt zum Halfter. Weitere Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. Gamaschen oder Hufglocken sind in der Showmanship nicht erlaubt.

Das Outfit des Vorstellers

In der Showmanship wird in der Regel ein passender Showmanshipanzug getragen. Dieser besteht aus einem Show-Oberteil und einer passenden Showmanship-Hose. Das Oberteil ist meist sehr auffällig und mit viel Glitzer und Verzierungen versehen. Knallige Farben sind ebenfalls keine Seltenheit. Die passende Hose ist meist schlicht und hat dieselbe Grundfarbe, wie das Oberteil. Wichtig ist, dass die Hose beim Laufen nicht zu kurz ist und gut sitzt. Außerdem wird ein Hut getragen. Die Stiefel oder Schuhe der Showmanship sollten bequem sein und zum Gesamtoutfit passen.

Das Make-Up ist bei den weiblichen Vorstellerinnen ebenfalls in der Regel sehr auffällig und kräftig.

Die Vorbereitung des Pferdes

Wie bereits erwähnt, ist die Vorbereitung des Pferdes für die Showmanship at Halter gar nicht so einfach, zumindest dann nicht, wenn man ein helles Pferd vorstellen möchte. In wohl keiner Prüfung ist das Gesamtbild bzw. das Aussehen so entscheidend, wie in der Showmanship. Das Pferd sollte also sehr penibel sauber sein. Die Mähne und der Schopf werden – egal ob kurz oder lang – gezöpfelt. Der Schweif des Pferdes sollte natürlich sauber sein, wenn dein Pferd nicht mit einer Masse an Schweif gesegnet ist, dann empfiehlt es sich in den höheren Klassen ein Schweiftoupet zu verwenden. Ein Schweiftoupet besteht aus echtem Pferdehaar und wird möglichst unerkannt in den vorhanden Schweif eingeflochten. Dadurch entsteht ein ruhiges und nahezu perfektes Aussehen des Pferdes.

Das Maul und die Haut um die Augen kann bei Bedarf z.B. mit Babyöl eingeschmiert werden, damit das Pferd schön glänzt. Aber das ist nicht alles, denn auch die Hufe kommen noch dazu! In der SSH werden den Pferden meist die Hufe geblackt oder lackiert. Dabei werden weiße Hufe meist nur mit Klarlack lackiert, schwarze Hufe werden hingegen meist geblackt – die Hufe werden also mit einem extra „Pferde-Nagellack“ dem sogenannten Huf-Black schwarz gemalt. Ich persönlich finde auch die dunklen bzw. schwarzen Hufe bei einem hellen Huf/Pferd deutlich schöner, das ist aber natürlich kein Muss.

Hast du noch Fragen zur Showmanship at Halter? Stell sie in den Kommentaren oder schreib uns eine Mail!

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